Jahreskonzert 2011

Applaus von 1200 Händen für 60 Akkordeonspieler

Artikel der Eckernförder Zeitung vom 21. November 2011

Mit einem feurigen Auftakt heizten die Musiker des Akkordeon-Orchesters Eckernförde bei ihrem 38. Jahreskonzert den Zuhörern am frühen Samstagnachmittag in der Stadthalle mächtig ein. Unter dem Motto „Akkordeon Highlights“ zeigte das erste Orchester unter der Leitung von Hans-Jürgen Schröder zu Beginn spanische Impressionen mit „Rhapsodia Andalusia“. Es zeigten aber nicht nur die erwachsenen Musiker ihr Können, auch das Jugendorchester überzeugte unter der Leitung von Philipp Merkelbach an den Instrumenten, und so versetzten die jungen Musiker ihre Zuhören gekonnt durch die Konzertmusik nach der Titelmelodie von „Wir Kinder aus Bullerbü“ in die eigene Kindheit zurück.

Während die Jugendlichen bei ihren Ansagen zum Teil etwas aufgeregt wirkten – was bei etwa 600 Zuschauern auch nicht verwunderlich war -, waren sie am Akkordeon geradezu professionell. Die vielen Überstunden, wie Schröder bereits in der Begrüßung ankündigte, hatten sich ausgezahlt. Der begeisterte Applaus des Publikums bestätigte dies nach jedem Stück.

Den Zuschauern wurde vom Akkordeon-Orchester ein harmonisch abgestimmtes Programm geboten, das von pompös anmutenden Klängen über swingende und muntere Jazz- und Dixielandmusik bis hin zu aktuellen Charthits und Evergreens wie „Lena“ von „PUR“ führte.

Auch die Akkordeon-Kids begeisterten die Menge. Dabei spielten sie nicht nur auf ihren Instrumenten, sondern zeigten Geschichten aus dem Kinder-Musical „Ritter Rost“, welches sie sogar gesanglich begleiteten. Besonders hervorgehoben werden muss dabei Julius Petersen, der mit glockenheller Stimme den Saal in seinen Bann zog und tief in den Fabelwesenwald von „Ritter Rost“ entführte. Für Amüsement sorgte beim Kinder-Musical der Auftritt von Carsten Klein und Hermann Frese, die mit Sonnenbrille und Cappy verkleidet vom Feuerdrachen Koks rappten.

Die zahlreichen Besucher, die von nah und fern zum Konzert geströmt kamen – ob nun Inge Jessen aus Hamburg oder Horst Ostmann aus Wittensee -, waren sich darin einig, dass das Konzert „sehr gut und lohnenswert“ war. Ostmann lobte vor allem das Engagement der Jugendlichen für die Musik und zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Teilnehmer, die mit viel Liebe, Hingabe und Konzentration spielten.

Diese Hingabe übertrug sich auch auf den gefüllten Saal der Stadthalle. So wurde bei dem Lied „Walking on Sunshine“ des Jugendorchesters fleißig mitgeklatscht. Dass sich am Ende des Abends die Orchester nicht vor einer Zugabe retten konnten, war eigentlich schon zu Beginn der Veranstaltung deutlich geworden, und so spielte Karsten Pierdola als besonderes Höhepunkt zum Ausklang des Nachmittags im dunklen Saal das Trompetensolo „Mitternachts-Blues“, während die Spieler des Jugendorchesters und der Akkordeon-Kids mit Lampions um das Publikum schritten. Neben den zufriedenen Besuchern war aber auch Schröder selbst überwältigt von der Leistung seiner Schützlinge. „Der Abend ist voll und ganz gelungen, und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr,“ so Schröder. Damit steht er bestimmt nicht allein, denn wohl auch die 600 Zuschauer kommen mit Sicherheit gerne zum nächsten Konzert.

Die Fotos gehören nicht zu dem Zeitungsartikel, sondern stammen von Frederike Strahwald.