Lydie Auvray-Konzert in Eckernförde

Am 18. April war es soweit: Lydie Auvray kam mit ihrem „Lydie Auvray Trio“ nach Eckernförde. Seit mehr als 38 Jahren macht die französische Akkordeonistin und Sängerin Musik und schreibt auch eigene Songs. Jeder von uns hat schon mindestens zwei, drei Stücke von ihr gespielt, wenn nicht gar ganze Hefte. Auch im Orchester haben wir bereits ein Medley ihrer Werke gespielt und sind begeisterte Fans ihrer französischen Musettes, Tangos und ähnlichen Liedern. DIE Akkordeonspielerin schlechthin nun aber live zu erleben war noch einmal etwas ganz besonderes.

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Für viele von uns war es nicht das erste Mal. Meike Salzmann steht auch privat mit ihr in Kontakt und viele der anderen Orchestermitglieder waren schon auf einigen Konzerten von Lydie Auvray. Im Showpalast trat sie das erste Mal auf und um 20:00 Uhr war der Saal gut gefüllt. Begleitet von Eckes Malz (Piano, Keyboard, Chorgesang) und Markus Tiedemann (Gitarre, Chorgesang) eröffnete Lydie das Konzert und zog die Zuhörer gleich in ihren Bann. Mit ihrer lockeren, witzigen Art sorgte sie von Anfang an für gute Stimmung. So erzählte sie zu vielen ihrer Stücke kleine Anekdoten und präsentierte sowohl neue, als auch ältere Werke. Das Lied „Le temps“ in dem es über die Zeit, das Älterwerden und was dabei wohl am wichtigsten ist und bleibt geht, gefiel uns besonders, ebenso wie „Menage“, ein neues Stück, das Lydie spontan während des Konzertes so taufte. „Couscous“ erkannten wir natürlich alle wieder und konnten noch einmal von dem Profi persönlich hören, wie es in absoluter Perfektion klingt – denn jeder von uns hat dieses Stück wohl im Akkordeonunterricht schon gespielt. Faszinierend es von der Komponistin live zu hören. Das Konzertprogramm gestaltete sich als sehr abwechslungsreich: Es gab Solobeiträge von Lydie, einige Stücke wurden von Lydie mit französischem Gesang begleitet und Gitarren-, sowie Pianosoli peppten das Ganze auf, sodass in der Pause viele zum Verkaufsstand liefen und sich eine neue oder auch ältere CD kauften. In der zweiten Hälfte nahm Lydie uns mit auf eine Reise ans Meer, nach Paris und ferne Inseln und zeigte ihre Fingerfertigkeit und Multitasking-fähigkeit: Akkordeonspielen, Singen und Tanzen. Dabei immer lachend und mitgerissen von der Musik. Ihre sympathische, französische Art kam bei den Gästen gut an und das Trio wurde noch zu zwei Zugaben überredet. Um halb elf verabschiedete Lydie sich dann von der Bühne und gab noch eine Menge Autogramme. Wir konnten auch ein paar Fotos mit ihr machen, was uns sehr freute – wann trifft man die Akkordeon-Ikone aus Frankreich sonst schon persönlich?

lydie-carlInsgesamt war es ein sehr schönes Konzert, was uns allen wieder aufs Neue gezeigt hat, wie viel Spaß Akkordeonspielen und Musik macht und unser Orchester auch etwas näher zusammengebracht hat. Denn solche gemeinsamen Konzertbesuche und Ausflüge, vergisst man nicht so schnell wieder.

 

Kristina Carstensen